Laufende Projekte

Weiterentwicklung der Verwandten- und Netzwerkpflege - LVR, Landschaftsverband Rheinland

Modellstandorte:
Jugendamt Düsseldorf, Jugendamt Köln, Städteregion Aachen

Laufzeit:
10/2018 – 09/2020

Das Praxismodellprojekt verfolgt das Ziel einer empirisch abgesicherten Weiterentwicklung von Qualitätskriterien für die Pflegekinderhilfe in den (detailliert auszudifferenzierenden) Bereichen der Verwandten- und Netzwerkpflege. Für die qualitative Ausgestaltung dieser besonderen Pflegeform, die sowohl dem Subsidiaritätsprinzip als auch der Handlungsmaxime der Sozialraumorientierung entspricht, ist die Entwicklung innovativer Konzepte und geeigneter methodischer Ansätze erforderlich, die den Fachkräften Orientierung und Sicherheit bei der Beratung, Begleitung und Unterstützung bieten.

Die zu entwickelnde Arbeitshilfe/Handreichung soll dies leisten, indem

  • Erkenntnisse zu den herausgearbeiteten Themenschwerpunkten – unterstützt durch Originalaussagen der beteiligten Fachkräfte, Eltern, Pflegeeltern und Pflegekindern – beschrieben (z.B. Loyalitätskonflikte von Pflegekindern, Umgang mit Familiengeheimnissen/Familiendynamiken usw.),
  • Anregungen für partizipative, methodische Ansätze gegeben (Anerkennungsverfahren, Rollenklärung, Gestaltung von Besuchskontakten usw.)
  • sowie Empfehlungen für sozialpädagogische Abwägungsprozesse vorgestellt (Tools, Instrumente) werden.

Grundlage des vom Landesjugendamt Rheinland geförderten Modellprojekts sind qualitative Erhebungen und hermeneutische Auswertungen der Erlebensperspektiven aller relevanten – an Verwandten- oder Netzwerkpflegeverhältnissen beteiligten – Akteur*innen. Als Projektträger fungiert das Jugendamt Düsseldorf in Kooperation mit dem Jugendamt Köln und der Städteregion Aachen. Wir – die Perspektive gGmbH (Bonn) – führen die wissenschaftliche Begleitung des Projekts an den drei Modellstandorten durch.

Im Projekt werden neben den Adressat*innen auch die zuständigen Fachkräfte eingebunden, um so möglichst konkrete, praxisnahe und nützliche Empfehlungen für die Praxis ableiten zu können. Den beteiligten Fachkräften bietet sich dadurch die Möglichkeit, bestehende Herausforderungen neu anzugehen und sich im Rahmen von Fachwerkstätten über Ideen, Erfolge und Misserfolge auszutauschen und erfolgversprechende Ansätze konzeptionell zu übernehmen.

Das Modellprojekt folgt dem übergeordneten Ziel, die Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien zu verbessern.

Zusammenarbeit mit Eltern in der Pflegekinderhilfe - Gefördert durch Aktion Mensch, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.

Modellstandorte:
PiB Pflegekinder in Bremen gGmbH, PFIFF gGmbH (Hamburg) und Wellenbrecher e.V. (Herne)

Laufzeit:
03/2019 – 02/2021

In dem Projekt sollen im Rahmen von Pflegeverhältnissen nach § 33 SGB VIII konkrete Angebote zur Zusammenarbeit mit Eltern in der Pflegekinderhilfe erprobt, bewertet und weiterentwickelt werden.

In dem von der Aktion Mensch geförderten Projekt entwickeln drei freie Träger der Pflegekinderhilfe – PiB Pflegekinder in Bremen gGmbH, PFIFF gGmbH (Hamburg) und Wellenbrecher e. V. (Herne) – ihre spezifischen Angebote zur Zusammenarbeit mit Eltern weiter. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts erfolgt durch die Perspektive gGmbH (Bonn). Projektträger ist das Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V. (Berlin).

Ziel ist es, innovative, partizipative und beziehungserhaltende Angebote für Eltern zu entwickeln, zu erproben und zu bewerten, deren Bedürfnisse und Wünsche als relevant anzuerkennen, sowie rechtliche und pädagogische Ansprüche zu erfüllen. An den drei Standorten sollen verschiedene Formate förderlicher Kooperationsbeziehungen zwischen Eltern und Pflegeeltern überprüft werden, die Spannungen und Konkurrenz abbauen helfen und den Pflegekindern ermöglichen, beiden Familien einen wichtigen Stellenwert beimessen zu dürfen.

Die Fachkräfte werden bspw. im Rahmen von Fachwerkstätten eingebunden, um den Austausch auch auf konzeptioneller Ebene zu ermöglichen.

Logo AktionMensch Förderung Logo Kompetenzzentrum Logo PIB - gemeinnützige GmbH Logo PIFF gGmbH

Einbezug von Eltern in der Pflegekinderhilfe - Gefördert durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)

Modellstandorte:
Jugendamt Stuttgart, Kreisjugendamt Karlsruhe, der freie Träger Villa Kunterbunt, Bruchsal

Laufzeit:
11/2018 – 10/2021

Um die Projektziele zu erreichen, erfolgt eine Zusammenarbeit von zwei Jugendämtern (Stuttgart, Karlsruhe), einem freien Träger (Villa Kunterbunt), dem Perspektive-Institut und weiteren Fachkräften ohne Modellstandort. Es geht darum, Perspektiven von Adressat*innen und Pflegepersonen systematisch zu erheben und analysieren, um konkrete Angebote innerhalb der Pflegekinderhilfe bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Regionale Entwicklungsprozesse an beiden Modellstandorten werden in überregionalen Arbeitstreffen ausgewertet, um zusätzlich zu den standortbezogenen Erfahrungen von denen der anderen Kooperationspartner*innen zu profitieren. Mit Unterstützung unserer wissenschaftlichen Begleitung werden praxisrelevante Erkenntnisse empirisch abgesichert und für den allgemeinen Gebrauch innerhalb der Pflegekinderhilfe aufbereitet und veröffentlicht.

Im Rahmen von Pflegeverhältnissen nach § 33 SGB VIII werden konkrete Ansätze und Angebote erprobt und weiterentwickelt, um Eltern kontinuierlich in die Arbeit der zuständigen Sozialen Dienste einzubeziehen.

Durch die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie sollen

  • Loyalitätskonflikte für Kinder und Jugendliche reduziert werden,
  • Eltern einen möglichst stabilen Platz im Leben der Kinder behalten können,
  • ggf. Rückkehrprozesse ermöglicht oder auch seitens der Eltern eine höhere Akzeptanz gegenüber dem Pflegeverhältnis erreicht werden.

Es werden geeignete Wege der Unterstützung von Pflegefamilien, Herkunftsfamilien sowie Pflegekindern gesucht, die die kontroversen Bedürfnisse der beteiligten Personen im Sinne der Kinder und Jugendlichen ausbalancieren. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Mitgestaltung förderlicher Kooperationsbeziehungen zwischen Eltern und Pflegeeltern erprobt, um potentiellen Konkurrenzen und Spannungen innerhalb des Pflegefamilien-Herkunftsfamilien-Systems frühzeitig zu begegnen und diese abzubauen. Dadurch sollen Pflegekinder entlastet und ihre Entwicklungsbedingungen verbessert werden.

Verwandten- und Netzwerkpflege für unbegleitete minderjährige Jugendliche

Kooperationsprojekt mit dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.
01/2018 – 12/2019

Weiterentwicklung eines Konzeptes für Verwandtenpflegeverhältnisse

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SKF) Kreis Warendorf
10/2018 – 03/2020