Einbezug von Eltern in der Pflegekinderhilfe

Gefördert durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)

Modellstandorte
Jugendamt Stuttgart, Kreisjugendamt Karlsruhe, der freie Träger Villa Kunterbunt, Bruchsal

Projektlaufzeit
11/2018 – 10/2021

Um die Projektziele zu erreichen, erfolgt eine Zusammenarbeit von zwei Jugendämtern (Stuttgart, Karlsruhe), einem freien Träger (Villa Kunterbunt), dem Perspektive-Institut und weiteren Fachkräften ohne Modellstandort. Es geht darum, Perspektiven von Adressat*innen und Pflegepersonen systematisch zu erheben und analysieren, um konkrete Angebote innerhalb der Pflegekinderhilfe bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Regionale Entwicklungsprozesse an beiden Modellstandorten werden in überregionalen Arbeitstreffen ausgewertet, um zusätzlich zu den standortbezogenen Erfahrungen von denen der anderen Kooperationspartner*innen zu profitieren. Mit Unterstützung unserer wissenschaftlichen Begleitung werden praxisrelevante Erkenntnisse empirisch abgesichert und für den allgemeinen Gebrauch innerhalb der Pflegekinderhilfe aufbereitet und veröffentlicht.

Im Rahmen von Pflegeverhältnissen nach § 33 SGB VIII werden konkrete Ansätze und Angebote erprobt und weiterentwickelt, um Eltern kontinuierlich in die Arbeit der zuständigen Sozialen Dienste einzubeziehen.

Durch die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie sollen


  • Loyalitätskonflikte für Kinder und Jugendliche reduziert werden,


  • Eltern einen möglichst stabilen Platz im Leben der Kinder behalten können,


  • ggf. Rückkehrprozesse ermöglicht oder auch seitens der Eltern eine höhere Akzeptanz gegenüber dem Pflegeverhältnis erreicht werden.


Es werden geeignete Wege der Unterstützung von Pflegefamilien, Herkunftsfamilien sowie Pflegekindern gesucht, die die kontroversen Bedürfnisse der beteiligten Personen im Sinne der Kinder und Jugendlichen ausbalancieren. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Mitgestaltung förderlicher Kooperationsbeziehungen zwischen Eltern und Pflegeeltern erprobt, um potentiellen Konkurrenzen und Spannungen innerhalb des Pflegefamilien-Herkunftsfamilien-Systems frühzeitig zu begegnen und diese abzubauen. Dadurch sollen Pflegekinder entlastet und ihre Entwicklungsbedingungen verbessert werden.

Gefördert durch
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