Bundesforum Inklusive Pflegekinderhilfe

Dialog. Beteiligung. Zukunft gestalten.

 

Zum ersten Mal gibt es einen bundesweiten, moderierten Dialogprozess zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Pflegefamilien. Pflegeeltern, Eltern, Fachkräfte aus Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Gesundheitswesen und Pflege sowie junge Menschen selbst entwickeln darin gemeinsam Orientierungen und Empfehlungen für Praxis, Verwaltung und Politik. 
In Kooperation mit dem Bundesverband behinderter Pflegekinder e. V. (BbP). 
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Kinder- und Jugendplans des Bundes. 

Projektlaufzeit

seit 01/2026

Projektbeschreibung

Das Bundesforum Inklusive Pflegekinderhilfe ist der erste bundesweite, strukturierte Dialog darüber, wie Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Pflegefamilien besser unterstützt werden können. Initiiert hat ihn der Bundesverband behinderter Pflegekinder e. V. (BbP), gefördert wird er vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Perspektive-Institut moderiert die Arbeitstreffen und begleitet den Prozess wissenschaftlich. Es führt die Ergebnisse aus Bundesforum und Selbstvertretung zusammen und bereitet sie in ausführlichen Dokumentationen fachlich auf. 

Der Ausgangspunkt ist vielen Fachkräften vertraut: Die bestehenden Systeme reichen oft nicht aus, um den komplexen Bedarfen gerecht zu werden. Kinder mit Behinderung bewegen sich gleichzeitig in mehreren Hilfesystemen, etwa in der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe, dem Gesundheitswesen und der Pflege. Jedes dieser Systeme folgt eigenen Logiken, Zuständigkeiten und Begrifflichkeiten. Die Folge: Übergänge sind unklar, Abstimmungen schwierig, und trotz ähnlicher Ziele wird nicht selten aneinander vorbeigearbeitet. 

An diesem Punkt setzt das Bundesforum an. Es bringt Menschen zusammen, die im Alltag nur selten an einem Tisch sitzen: Pflegeeltern und Eltern, Fachkräfte aus der Pflegekinderhilfe und anderen Bereichen der Jugendhilfe, aus Eingliederungshilfe, Gesundheitswesen, Pflege und Vormundschaft sowie aus der Wissenschaft. Ziel ist es, ihre unterschiedlichen Perspektiven systematisch zusammenzuführen und eine gemeinsame Verständigung zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei konsequent die Frage: Was brauchen Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Pflegefamilien, und welche strukturellen Voraussetzungen müssen dafür verbessert werden? 

Junge Menschen sprechen dabei selbst mit. Der Kinder- und Jugendrat „MiJuS“ (Mittendrin junge Selbstvertretung) des BbP ist über einen barrierearmen Beteiligungsprozess eingebunden. Die Sichtweisen von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Geschwisterkindern fließen fortlaufend in die Diskussionen des Bundesforums ein.

Inhaltlich arbeitet das Bundesforum in vier Modulen zu zentralen Themenfeldern. Sie markieren typische Schnittstellen und Herausforderungen im System:

  • Vermittlungsprozesse von Kindern mit Behinderung beziehungsorientiert, partizipativ und systemübergreifend gestalten
  • Passungs- und Bedarfsermittlungsprozesse in der inklusiven Pflegekinderhilfe professionell gestalten
  • Perspektiven auf Familienpartnerschaft in der inklusiven Pflegekinderhilfe
  • Kinderschutz in der inklusiven Pflegekinderhilfe

 

Stand des Projekts

Drei der vier Module haben bereits stattgefunden.
Die Dokumentationen zu Modul 1 und Modul 2 sind veröffentlicht. Das vierte Modul widmet sich dem Kinderschutz.

 

Alle Ergebnisse des Bundesforums erscheinen auf der Projekthomepage: www.inklusive-pflegekinderhilfe.de

Projektträger

Logo des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V.

Wissenschaftliche Leitung

Logo vom Perspektive Institut in Bonn

Förderer 

Logo Bundesministerium FSFJ

Im Rahmen des